Auf den Pilz gekommen.....
Am Sonntag war es soweit – bei strahlendem Sonnenschein zog unsere kleine Armada an absoluten Pilzsuchdilettantamateuren (bestehend aus Tobi, Jerome, Liam und mir) los, gen Lindau um irgendwo, auf halben Weg nach Andechs, unser Abendessen im Wald zu suchen. Quasi Romantik pur. Einfach auf der waldumgebenen Landstrasse an einem besonders netten Stück Wald eine Vollbremsung hinlegen, Liam in sein Öko-Dublin-Hoppeditz-Tragetuch packen, und rein in die Tiefen des bayrischen Sherwood Forest. Bewaffnet mit Papiertüten jeglicher Coleur (Plüschbärchen, Dior und Helas Parfüme) haben wir uns natürlich sofort als totale Stadt-Pilz-Nichtkenner geoutet – (ja, genau, die, die immer am Schluß nach genossener Pilzsuppe knapp dem Vergiftungstod entrinnen). War aber Gott sei Dank keiner da, der uns hätte beobachten können. Nach kurzer Zeit schon verkündet es aus den Tiefen des Waldes Vollzug: Ein Steinpilz stand da im Walde, ganz still und stumm, wenn auch ein sehr kleiner. Aber da – noch einer!! Beglückt von derartig durchschlagendem Erfolg schlugen wir uns also 2 Stunden lang über Stock, Stein und Moos, und kehrten schließlich befriedigt zu unseren Autos zurück, die stillosen Tüten viertels voll mit Ministeinpilzen und ein paar Exoten, die wir im Falle einer Neuentdeckung alle mit vielsagenden Namen wir dem "Gemeinen Wegelagerer" ausstatten wollten.
Tobi hat sich allerdings schon beim Auto von seiner Pilzesuchkarriere verabschiedet – ohne Vorkoster würde er diese Pilze garantiert nicht essen.
Wir aber, hartgesotten, haben unsere "Steinpilze", die mein Vater später als schnöde Maronen outete, auf eine selbstgemachte Pizza geschmissen - und ich sage euch: das war die beste Pizza aller Zeiten!!
Pilz heil!!

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