Best of Lausbub Stories

29 März 2007

Ich bin ein Fäschn Wiktim....

Mama hat sich zwar recht darüber empört........aber Onkel Rasmus hat es gesagt – klar und deutlich: ich sei ein Fäschn Wiktim. Laut Mama sind das verwöhnte kleine Rotznasen, aber mein Onkel hat gesagt, daß Wiktim englisch ist und auf deutsch Opfer heißt. Ha. Von wegen verwöhnt....ein OPFER!! Ich sags ja schon immer: ich bin ein Opfer von Kleidung im Allgemeinen. Nackich ists doch immer noch am schönsten. Also hab ich mich bei Mama beschwert. Ich will nämlich gar kein Fäschn Wiktim sein. „Das heißt übrigens `Fashion Victim´, und Du hast ja gar keine Ahnung was ein echtes Fashion Victim durchmachen muß!“ hat sie platt geantwortet. Mh. Das wollte ich dann aber doch genauer wissen. „Na gut,“ sagt Mama „Es geht schon mal los mit ständigem an- und ausziehen!“ Und dann haben wir zwei so richtig schön einen auf FASHION gemacht. Ich hab brav mitgespielt und Mama hat die Fotos noch nachbearbeitet, damit sie aussehen wie Warnanzeigen für echte Fashion Victims. Lustig wars. Am Ende haben wir beschlossen, daß wir alle doch irgendwie, irgendwo kleine Fashion Victims sind, und ich habe Mama versprochen sie in Punkto Anziehsachen in Ruhe zu lassen bis ich in die Pubertät komme. Übrigens haben Opa Benno und Oma Maria noch ne super Fellweste beigesteuert....a la New Öko Style. Und obwohl ich schon gaaaanz viel gewachsen bin, war die Sorge, ich würde nicht mehr reinpassen, total unbegründet – das gute Stück ist groß genug. Fotos dazu gibt’s aber erst im nächsten Blog.
Hab ich übrigens schon erzählt, daß ich meinen Po jetzt schon ab und an hoch bekomme? Kennt ihr diese Redewendung (ok, jetzt wird’s etwas ruppig) „Den Arsch hoch kriegen“? Ich weiß jetzt ganz genau was das heißt. Den Arsch hoch kriegen heißt, sich kurz vor der Mobilität zu befinden. Jawoll. Jetzt stehe ich also auf meinen Knien und Patschhändchen, und zappel nicht mehr wie ein Käfer auf dem Bauch rum. Vorwärts komm ich aber noch nicht. Aber Mami und Papi haben mir jetzt schon eine große Krabbelecke eingerichtet. Bei der Gelegenheit habe ich mein eigenes halbes Zimmer bekommen. Eigentlich wollte ich ja das ganze, aber Papa hat mir die Quadratmeter nicht gegönnt....das stehe in keinem Verhältnis zu meiner Körpergröße. Also ein halbes Zimmer. Mit meinem Bettchen drin. Und obwohl Mama sich etwas sorgte ob sie wohl eine Rabenmama ist, weil sie mich aus dem Schlafzimmer verbannt hat, finde ich es gar nicht schlecht – wenn ich was brauche, dann ruf ich schon laut genug.
So – nun aber genug gequasselt. Viel Spaß mit den Fotos.

Alles Liebe, euer Liam