Jo Napot!
Das ist natürlich ungarisch und heißt soviel wie: „Einen schönen guten Tag!“ Hier sind wir wieder! Irgendwie auch Gott sei Dank, weil es war alles ganz schön spannend, und manchmal auch ganz schön unheimlich, vor allem als Mama und Papa auf dem Rückweg gar nicht mehr aufhören wollten Auto zu fahren. Aber fangen wir von vorne an: Die erste Etappe gen HELO-Land habe ich fast ganz verschlafen. Sogar den brennenden LKW kurz vor der Grenze. Schwups, waren wir plötzlich in einem Hotel, dessen - laut Mama beachtlich geschmackloser – Kronleuchter mir sofort total sympathisch war. Und welch eine Überraschung: Oma und Opa haben da schon auf uns gewartet. Am nächsten Tag durften Mama und ich dann im Bus mit meinen Hunde-Freunden mitfahren. Ich fand das super – aber Mama hat genölt, dass der Bus ein schrottiges, fahrendes Hunde-Hotel sei. Und dann waren wir endlich da – welch eine Freude! Sofort habe ich den leckeren ungarischen Sand gekostet – MMMHH! Um Mama zu beruhigen hat Opa ihr irgendwas von Minderalstoff-Mangel erzählt. Der ist gewitzt, der Opa! Das beste daran: zur Belohnung durfte ich auch noch Baden! Und dann habe ich hauptsächlich mit meiner Freundin Wanda gespielt. Ungarn zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß es ein Land ist, in dem Leute unversehens auftauchen und wieder verschwinden. Als Papa beispielsweise zu uns gestoßen ist, sind wir in ein größeres Haus umgezogen, mit einem großen Maulbeerbaum und vielen, vielen Ritterwanzen. Und dann waren eines morgens plötzlich auch noch Hubsi, Julia und mein Freund Luis da. Und am Tag drauf kamen dann auch noch die „Bösen Onkelz“ Rasmus und Tobi. Luis und ich haben uns in diesem Urlaub richtig angefreundet! Und dann kamen immer mehr Leute, bis ganz Ungarn vor lauter Freunden, Bekannten und Verwandten gewimmelt hat, die alle kreuz und quer über die Sandwege gurkten um sich zu besuchen oder zusammen baden zu gehen. Echte Ungarn habe ich aber auch kennen gelernt. Nämlich Miska und Szusa. Die haben immer ganz lustig auf mich eingeredet – das klang ganz anders als bei Mama. Diese Geheimsprache konnte mein Opa aber fei auch. Ansonsten war ich ganz viel draußen, hab Maulbeeren gegessen und in verschiedensten Wannen gebadet. Nur der komische See....der war doof. Der war nämlich viel zu kalt, und dann haben mir Mama und Papa auch noch komische orange Dekoration an die Ärmchen gehängt – Frechheit. Aber der Luis, der ist vielleicht eine Wasserratte. Daß der nicht schon Schwimmhäute zwischen den Fingern hat.....Übrigens – bezüglich der Fotos: Mama, die alte Intelligenzbestie, hat`s geschafft genau vor dem großen Fest ihre Fotokamera beim Reiten liegen zu lassen. So konnte sie auch keine Fotos davon machen, wie ich und Luis die Pfützen in einem unaufgeblasenen Planschbecken gefunden haben. Und Luis hat sich in eine rein gesetzt und so lange rumgespritzt, bis er patschnass war, und sich alle vor Lachen bepieselt haben. Und dann haben wir Abend Gitarre gespielt und gesungen. Obwohl ich das nur im Halbschlaf mitbekommen habe, war das so faszinierend, daß ich, zurück in München, gleich ganz aufgeregt auf die „gefälschte“ Gitarre an unserer Küchenwand gezeigt habe.
Und der Onkel Tobi hat mir Autofahren beigebracht. Auf den Sandwegen darf ich das nämlich. Mama hat gleich Beweisfotos gemacht. Die Mama war überhaupt recht fleißig. Sie hat nämlich eine ganze Wand auf unserer Farm angemalt....da hat sie ganz schön geschwitzt!!
Irgendwann dann, haben Mama und Papa dann leider angefangen, unser ganzes Zeug zu packen. Und Papa hat ALLES in den Jimny hinein gepackt. Unfassbar! Und dann mussten wir los fahren. Und Fahren. Und Fahren. Und Faaaaahren! Es hörte gar nicht mehr auf, nicht mal als es mitten in der Nacht war. Immer wieder habe ich quietschend versucht meine verrückten Eltern zu Raison zu bringen, damit sie endlich mal aufhören Auto zu fahren, aber wir fuhren und fuhren. Als ich schon glaubte, den Rest meines Lebens im doofen Kindersitz verbringen zu müssen, wurde ich endlich aus den Gurten befreit, und siehe da: plötzlich kam mir alles so bekannt vor: die vielen Treppen, das Gitter, mein Schaukelpferd....juchuuuu, wir waren wieder zu Hause!
Und nun noch ein Aufruf an alle, die schöne Fotos vom Fest haben: Her damit!! Ich will sie gerne auf meinem Blog veröffentlichen! Schickt sie einfach an: maryonline@gmx.de!!
So – und nun würden die Ungarn sagen: Szija, bis bald, LIAM
Marion: „Hast Du nicht was vergessen?“
Liam: „Köszönöm sepen, Petra und Volkmar!!!“
Marion: „Genau!“

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