Mamba, Fleischfondü und Eis
Boah, war die letzten Tage viel los. Ich glaube deshalb musste ich auch nicht in die Krippe, weil wir alle so viel machen mussten, und da hatte ja keiner mehr Zeit für Alltag. Mamba nennt das Weihnachten. Wer Mamba ist? Na, Mama und Papa – ist ja voll anstrengend immer beides zu sagen wenn beide daheim sind, deshalb bin ich so schlau und kürze das ganze einfach ab. Vor ein paar Tagen war der Adventskalender plötzlich alle. Nix mehr drin, und Mamba haben gesagt es sei jetzt Weihnachten. Zuerst fand ich das ja nicht so lustig, aber als wir dann bei den Hunde-Omapas waren, gabs da plötzlich einen Baum mitten im Zimmer. Gut dass ich das Wort Baum schon vorher geübt habe, und direkt damit beeindrucken konnte. Und dann gabs noch ganz viele eingewickelte Sachen, die man alle wieder auswickeln musste, und dann haben alle „OH“ und „AH“ gerufen. Mir war das ein bisschen viel und ausserdem hatte ich totalen Kohldampf. Nach ausreichend Oh-Ah-Getue gabs dann auch endlich was zu Essen – mein Leibgericht, was sich wohl „Fondü“ nennt, aber das ist viel zu schwer auszusprechen. Das tolle daran ist, dass Oma und Mama abwechselnd leckere kleine Happen für mich in heiße Töpfe hängen und mir dann Mudgerecht zuschieben. Mann, das war toll, immer links, rechts, links, rechts einen Happen abstauben, bis man fast platzt.
Am 1. Weihnachtstag (Weihnachten dauert nämlich drei Tage lang – kein Wunder dass man so viel zu tun hat) kamen dann die anderen Omas und Opas (Toni und Gisela) zum - quack, quack - Gans essen. Die Gans hat Mamba ganz schön gestresst, und Papa wars ordentlich übel nach so viel Kocherei.
Am 2. Weihnachtstag hatten wir dann Zeit für uns, und Mamba sind mit mir im Auto gefahren bis zu einem Ort wo das Wasser ganz hart ist, so dass man darauf rumrutschen kann. Ich fand das ziemlich unheimlich – schließlich bin ich so froh, dass ich eigentlich sicher auf beiden Füssen stehe, und dann so was. Mamba haben sich komisch Schuhe angezogen, und sind mit mir im Kinderwagen über den ganzen See geflitzt. Schaurigschön würde ich sagen.
Dann waren wir noch bei IKEA und ich durfte in der Spielecke ein bißchen Krippen-Feeling einatmen, während Mamba was gegessen haben. Und dann haben wir ganz viele Regale gekauft, damit Mabma ihre Spielsachen auch mal ordentlich aufräumen können.
Und zu guter Letzt waren wir gestern noch bei strahlendem Sonnenschein auf dem Spielplatz, und ich durfte ganz viel Rutschen, Schaukeln und überhaupt eben spielen. Aber Rutschen mag ich am liebsten, da bin ich mitlerweile richtig gut drin.
Soooo, Mama und Papa wollen ja morgen eine große Piratensause veranstalten...aber ich hab gesagt: „Ohne mich, Piraten kenn ich nicht, die sind alle doof, ich geh mit Luis zur Hunde Omapa und dann machen wir dort einen drauf.“. Und als Mama mich gefragt hat, ob ich mich schon darauf freue, konnte ich mit einem ganz deutlichen JA antworten. Also in diesem Sinne: RUTSCHT GUT!!!!!!
Euer Liam

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